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Lipödem und Kinderwunsch: Zwischen medizinischen Fakten und ganz persönlichen Fragen



Ein Kinderwunsch ist für viele Frauen ein Herzenswunsch. Für Frauen mit Lipödem bringt er jedoch oft zusätzliche Gedanken mit sich – und nicht selten auch Unsicherheiten.

Was passiert mit meinem Körper in der Schwangerschaft?
Können die hormonellen Veränderungen mein Lipödem verschlechtern?
Besteht das Risiko, die Erkrankung zu vererben?
Und was ist, wenn Schmerzen zurückkommen – vielleicht sogar nach einer erfolgreichen Operation?

Diese Fragen sind real. Und sie sind berechtigt.

 

Was ist beim Lipödem in Bezug auf eine Schwangerschaft grundsätzlich bekannt?

Schwangere Frau mit Lipödem

Das Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Auffällig ist, dass die Erkrankung häufig in hormonellen Umbruchphasen erstmals auftritt oder sich verändert – etwa in der Pubertät, während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren.
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Das legt nahe, dass Hormone – insbesondere Östrogen – eine Rolle spielen.

Gleichzeitig muss man ehrlich sagen: Die wissenschaftliche Datenlage zum Thema Lipödem und Schwangerschaft ist noch begrenzt. Es gibt bisher keine großen Langzeitstudien, die klare Aussagen darüber treffen, wie sich eine Schwangerschaft konkret auf den Verlauf der Erkrankung auswirkt.

Die Erfahrungsberichte von Betroffenen zeigen ein gemischtes Bild:

  • Manche Frauen berichten von einer Verschlechterung der Beschwerden
  • Andere erleben keine nennenswerte Veränderung
  • Einige empfinden die Zeit sogar als stabil

Eine pauschale Aussage ist deshalb nicht möglich.

 

Die Sorge vor hormonellen Veränderungen

Viele Frauen mit Lipödem verbinden die Diagnose mit zwei Begriffen, die nachwirken:
chronisch und genetisch bedingt.

Lipödem Heldin Juliane beschreibt es so:
„Mit der Diagnose und diesen Worten kam die erste Verunsicherung.“
Lernen Sie unsere neue Lipödem Heldin Juliane und ihren Weg mit dem Lipödem kennen.

Dass eine Schwangerschaft hormonell intensiv ist, wissen wir. Der Körper verändert sich, speichert mehr Flüssigkeit, das Gewebe wird weicher, das Gewicht steigt.
Für Frauen mit Lipödem entsteht daraus schnell die Sorge, dass genau diese Veränderungen die Erkrankung triggern könnten.

Häufige Gedanken sind:

  • Verschlechtert sich das Lipödem an bisher nicht behandelten Stellen?
  • Nehmen Druck- und Berührungsschmerzen wieder zu?
  • Kommen alte Beschwerden zurück?

Diese Unsicherheit ist weniger Panik – vielmehr ein verständlicher Wunsch nach Planbarkeit in einer Situation, die per se nicht vollständig kontrollierbar ist.

 

Schwangerschaft nach Liposuktion: Kann das Lipödem zurückkommen?

Besonders sensibel ist das Thema für Frauen, die bereits operiert wurden. Nach einer Liposuktion stellt sich oft die Frage: Macht eine Schwangerschaft das Ergebnis wieder zunichte?

Medizinisch betrachtet werden bei einer korrekt durchgeführten Liposuktion die krankhaft veränderten Fettzellen dauerhaft entfernt. Diese Zellen wachsen nicht nach.

Was jedoch möglich ist:

  • Die verbleibenden Fettzellen können sich vergrößern
  • Nicht operierte Areale können weiterhin betroffen sein.

Die größte Angst vieler Betroffener ist jedoch nicht das äußere Erscheinungsbild – sondern der Schmerz.

„Ich habe am meisten Angst davor, dass die Schmerzen an gut operierten Stellen zurückkehren.“ ~ Juliane, Lipödem Heldin

Auch hier gilt: Es gibt keine eindeutigen Studien, die ein generelles Rückfallrisiko durch eine Schwangerschaft belegen. Eine enge ärztliche Begleitung kann jedoch helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.

 

Lipödem und Vererbung: Eine emotionale Kernfrage

Positiver Schwangerschaftstest

Das Lipödem gilt als genetisch mitbedingt. Familiäre Häufungen sind bekannt, auch wenn der genaue Erbgang wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt ist.

Für viele Frauen ist das Wissen um die genetische Komponente emotional besonders herausfordernd.

Die Vorstellung, eine Tochter zu bekommen, ist für manche wunderschön – und gleichzeitig mit Druck verbunden. Der Gedanke, möglicherweise Verantwortung für eine spätere Diagnose zu tragen, kann schwer wiegen.

Gleichzeitig bietet die eigene Erfahrung auch etwas Wertvolles: Wissen, Sensibilität und die Fähigkeit, frühzeitig zu reagieren. Früherkennung und Aufklärung können den Umgang mit einem möglichen Lipödem deutlich verändern.

 

Kontrolle, Körpervertrauen und neue Perspektiven

Viele Frauen mit Lipödem haben einen langen Weg hinter sich: Arzttermine, Selbstzweifel, Therapie, Kompression, vielleicht bereits erfolgte Operationen.
Wenn endlich Stabilität eintritt, entsteht oft ein neues Körpervertrauen.

Eine Schwangerschaft bedeutet Veränderung – sichtbar und spürbar.

„Da man das Lipödem nicht kontrollieren kann, geht es eher darum. Dem Körper zu vertrauen und ein Team zu sein.“ ~Juliane, Lipödem Heldin

Hier zeigt sich ein zentraler Punkt: Es geht weniger um Ästhetik oder Zahlen auf der Waage. Es geht um die Sorge vor Schmerzen, Funktionsverlust oder einem möglichen Rückschritt.

Und gleichzeitig um die Frage, ob man bereit ist, diesen Weg bewusst zu gehen – trotz aller Unsicherheiten.

 

Psychische Belastung: Warum das Thema so selten offen besprochen wird

Eine schwangere Frau die Angst vor der Schwangerschaft im Zusammenhang mit dem Lipödem hat

Das Thema Lipödem und Kinderwunsch wird kaum öffentlich diskutiert. Viele Betroffene berichten, dass sie sich mit ihren Gedanken allein fühlen.

Unverständnis aus dem Umfeld kann das verstärken:

  • „Warum hast du noch kein Kind?“
  • „Übertreib nicht.“
  • „Es gibt Schlimmeres.“

Dabei sind Zweifel keine Übertreibung – sondern Ausdruck einer verantwortungsvollen Auseinandersetzung.

Emotionen wie Angst oder Trauer wegzudrücken, hilft langfristig nicht. Eine bewusste Entscheidung – egal in welche Richtung – braucht Raum für ehrliche Gedanken.

 

Was kann während einer Schwangerschaft unterstützen?

Jede Situation ist individuell. Dennoch können einige Maßnahmen hilfreich sein:

  • Regelmäßige gynäkologische Betreuung
  • Bei Bedarf zusätzliche phlebologische Mitbetreuung
  • Konsequente Kompressionstherapie (z.B. mit unserer ACTIVE leggings oder FLOW leggings)
  • Moderate Bewegung
  • Beobachtung von Schmerzveränderungen
  • Manuelle Lymphdrainage bei ausgeprägter Ödemneigung

Gerade Kompression kann in der Schwangerschaft helfen, Schweregefühl und Druckempfindlichkeit zu reduzieren und das Gewebe zu stabilisieren.

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Fazit: Zwischen Fakten und Gefühl

Lipödem und Kinderwunsch schließen sich nicht aus. Aber sie machen Entscheidungen komplexer. Zwischen medizinischer Unsicherheit, hormonellen Veränderungen und der Frage der Vererbung stehen viele Frauen vor sehr persönlichen Abwägungen.

Sachliche Information, ärztliche Begleitung und ehrlicher Austausch können helfen, Ängste einzuordnen. Am Ende bleibt es eine individuelle Entscheidung – getragen von Wissen, Selbstreflexion und dem Vertrauen in den eigenen Weg.

Wenn Sie sich mit anderen Betroffenen zu diesem Thema austauschen wollen, werden Sie Teil der Lipödem Heldinnen Facebook Gruppe und folgen Sie unseren Lipödem Heldinnen auf Instagram.

 

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